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Ernteanteil oder Patenschaft

Wenn wir an Bienen denken, denken wir an Honig. Dass die Biene aber selbstlos unsere Wild- und Kulturpflanzen bestäubt während sie fleißig Pollen und Nektar sammelt, das ist den meisten Menschen gar nicht mehr bewusst. Ohne die Bestäubung durch die Honigbienen fielen die Erträge in der Landwirtschaft deutlich geringer aus, und statt blühender Wildblumen  gäbe es nur noch grüne Graslandschaften oder einjährige Sorten aus dem Baumarkt.

Allerdings ist das Überleben der Honigbienen in den Industrienationen inzwischen ernsthaft in Gefahr. Aus vielerlei Gründen werden Bienen heute von Parasiten und Krankheiten heimgesucht, werden vergiftet oder verhungern einfach.

Ohne regelmäßige Kontrolle und Behandlung durch einen Imker sind Bienenvölker auch bei uns heute nicht mehr überlebensfähig.

In meiner Demeter Mosterei und Imkerei in Ahrensboek sehe ich mich daher in der Verantwortung die Honigbienen zu pflegen. Mir geht es in erster Linie darum die Biene gesund und kräftig zu erhalten und nur nachrangig darum Honig zu ernten.

Da ich als Imker von der Bestäubungsleistung der Biene nicht profitieren, sondern vom Honigverkauf lebe, ist dieses Unterfangen aus wirtschaftlicher Sicht zumindest unkonventionell. Ich denke aber, dass diese Wirtschaftsweise als Model tragfähig und zukunftsfähig ist, wenn es gelingt einen größeren Kreis von Menschen für die Vision der bedingungslosen Bienenpflege zu begeistern.

Honig können wir importieren – Bestäubung und blühende Landschaften nicht!

Wenn  Sie  konkret etwas für die art- und wesensgemäße Haltung der Honigbiene und gegen die ökologische Verarmung unserer Landschaft tun und mich bei meiner Arbeit unterstützen wollen, dann geht das auf zweierlei Art und Weise:

Sie können z.B. eine ideelle Bienenpatenschaft übernehmen. Als Patin bekommen Sie ein Zertifikat mit Ihrem Namen, ich lasse Sie mit Jahresbriefen zur Saison am Jahreslauf im Betrieb Teil haben (per mail) und biete Ihnen 2x im Jahr die Gelegenheit zu einem persönlichen Treffen mit den anderen PatInnen im Rahmen einer Hofführung (an festen Terminen). Die Höhe des Patenbeitrags wählen Sie selbst.

Wenn Sie an dem Produkt Honig interessiert sind, können Sie bis zum 01.03. eines jeden Jahres Ernteanteile erwerben. Den Betrag für einen Ernteanteil wählen Sie selbst. Ich schreibe Ihnen übers Jahr, wie sich die Bienen entwickeln, welchen Pflegeaufwand ich betreibe usw. und am Ende der Saison (Ende Oktober) kann ich Ihnen sagen, wie die Witterung und damit der Honigernte war, und wie viele Gäsern Honig ich Ihnen für Ihren Anteil überlassen kann. Auf diese Weise ermöglichen Sie regionales Wirtschaften und zahlen den realen Preis für das Produkt.

Ich kann dann für Sie ein hochwertiges Lebensmittel produzieren ohne Kompromisse in Bezug auf das Wohl der Bienen machen zu müssen. In meiner Imkerei vermehren sich die Bienen natürlich über den Schwarmtrieb, bauen ihre Waben selbst, werden Drohnen nicht aus den Völkern entfernt und die Begattung geschieht am Stand, ohne den Einsatz von Zuchtköniginnen aus künstlicher Königinnenzucht. Einen Teil meiner Völker beernte ich gar nicht um sie auf Honig überwintern zu lassen. Die anderen beernte ich mäßig und ergänze den eigenen Honig mit hochwertigem Demeter-Futter für den Winter. Ausserdem befasse ich mich intensiv mit der Konstruktion von neuen Bienenwohnungen, die den Bedürfnissen des Bien entsprechen.

Neben dem höheren Aufwand bedeuten quasi alle diese Massnahmen eine Einbuße an Honig und damit eine geringere Ernte. Wenn Sie bereit sind, diese Massnahmen mit zu finanzieren, helfen Sie mir dabei die Bienen und die Landschaft zu pflegen und tragen mit mir das Risiko von Ernteausfällen bzw. von Rückständen im Honig, die aus der konventionellen Landwirtschaft stammen und zur Vernichtung einer Charge führen können.

Bei Fragen können Sie mich gerne anrufen: 0152- 33 79 15 70